AKTUELLES

„Das pathologische EKG – Möglichkeiten und Grenzen in der kardialen Diagnostik“

05.02.2020 – 17.00 bis 20.00 Uhr – Hörsaal Biomedizinisches Zentrum (Gebäude 13)

PROGRAMM ALS PDF-DATEI

Wissenschaftliche Leitung und Organisation: Prof. Dr. Jan W. Schrickel (Medizinische Klinik und Poliklinik II)

Cardiosymposium Bonn 2020

13.03. und 14.03.2020

Campus des Universitätsklinikums Bonn – Großer Hörsaal im Biomedizinischen Zentrum

Vorträge von und Diskussionen mit national und international führenden Experten, Workshops, Live-Übertragungen aus Operationssaal und Herzkatheterlabor sind die Zutaten des alljährlichen Cardiosymposiums in Bonn unter der Leitung von Prof. Dr. Georg Nickenig und Prof. Dr. Hendrik Treede

Weitere Informationen und Anmeldung unter

https://www.cardiosymposium-bonn.de

Prof. Dr. Georg Nickenig (l.) und Prof. Dr. Hendrik Treede (r.)

Veranstaltung „Therapie von Herz-Kreislauferkrankungen – Standards und Innovationen“

Samstag 06.06.2020 – 09:00- 13:15 Uhr – Maritim Hotel Bonn

Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Georg Nickenig – Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des Universitätsklinikums Bonn

Themen & Referenten:

  • Therapie der Fettstoffwechselstörungen – Prof. Dr. Winfried März (Heidelberg)
  • Innovation am Fallbeispiel: Arrhythmie – Prof. Dr. Jan Schrickel (Bonn)
  • 10 Jahre NOAKs: Daten und Fakten – Prof. Dr. Stefan Hohnloser (Frankfurt)
  • Innovation am Fallbeispiel: Akute Herzinsuffizienz – Priv.-Doz. Dr. Sebastian Zimmer (Bonn)
  • Die Rolle der SGLT2-Inhibitoren bei Diabetes-Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen – Priv.-Doz Dr. Susanne Reger-Tan (Essen)
  • Innovation am Fallbeispiel: Trikuspidalklappeninsuffizienz – Dr. Marcel Weber (Bonn)
  • Prävention durch Sport, Alkohol, Diät. Was und in welcher Dosis? – Prof. Dr. Hans-Georg Predel (Köln)
  • Innovation am Fallbeispiel: Mitralklappeninsuffizienz – Dr. Johanna Vogelhuber (Bonn)
  • Therapie der Mitralklappeninsuffizienz – Update 2019 – Prof. Dr.  Eberhard Grube (Bonn)
  • Innovation am Fallbeispiel: Aortenklappe – Priv.-Doz. Dr. Vedat Tiyerili (Bonn)
  • Therapie der chronischen Herzinsuffizienz. Update 2019 – Priv.-Doz. Dr. Marc Ulrich Becher (Bonn)
Wissenschaftlicher Leiter der Veranstaltung: Prof. Dr. Georg Nickenig
Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des Universitätsklinikums Bonn

Herzzentrum Bonn ist jetzt auch EMAH-Zentrum – WDR-Bericht

In Deutschland gibt es rund 300.000 Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern, kurz EMAHs genannt. Sie kommen bereits mit einem Herzfehler zur Welt und benötigen nicht nur im Kindesalter, sondern ihr gesamtes Leben eine ganz besondere medizinische Betreuung. Das Herzzentrum der Uniklinik Bonn ist eines von deutschlandweit 18 zertifizierten EMAH-Zentren, in denen die Patienten interdisziplinär von Spezialisten behandelt werden. Olga Mackenstedt ist eine dieser Patientinnen. Sie wurde 1997 zum ersten Mal am Herz operiert. Nun machte zunehmende Atemnot eine zweite Operation notwendig. Durchgeführt wurde diese Operation im November 2019 am Bonner Herzzentrum von Dr. Daniel Dürr, Herzchirurg und Spezialist für EMAH-Patienten. Die WDR-Lokalzeit hat die EMAH-Patientin und ihre Operation mit der Kamera begleitet.

Großer Zeitungsbericht über EMAH-Zertifizierung

Die Bonner Rundschau berichtet in einem großen Artikel über die Zertifizierung des Herzzentrums der Universitätsklinik Bonn als eines von 18 deutschen Zentren für „Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern (EMAH)“.

Hier finden Sie den Artikel als PDF-Datei

Auszeichnungen

Termine der Defibrillator (ICD) Selbsthilfegruppe Bonn/Rhein-Sieg 2020

  • 19.01.2020 – Brunch für Mitglieder und Referenten (Waldau, Bonn Venusberg, ab 10:30Uhr)
  • 03.02. 2020 – „Implantation von Herzschrittmachersystemen“ mit Dr. Christoph Gestrich, Uniklinik Bonn (Lehrgebäude Raum 6/7, 16:30Uhr – 18:00Uhr)
  • 02.03.2020 – Erfahrungsaustausch (Uniklinik Venusberg, „Casino“, 16:30Uhr)
  • 06.04.2020 – „Epigenetik und Herzerkrankungen“ mit Dr. Gudrun Pino, Röttgen (Lehrgebäude Raum 6/7,    16:30Uhr – 18:00Uhr)
  • 04.05.2020 – Erfahrungsaustausch beim Waldspaziergang (Treffpunkt Parkplatz Waldau – Details folgen)
  • 08.06.2020 – „Die Rolle einer Lungenerkrankung bei Arrhythmie & Herzschwäche“ mit Prof. Dr. D. Skowasch, Uniklinik Bonn (Lehrgebäude Raum 6/7, 16:30Uhr – 18:00Uhr)
  • 06.07.2020 – Erfahrungsaustausch (Uniklinik Venusberg, „Casino“, 16:30Uhr)
  • 07.09. 2020 – „Klappenerkrankungen: Die Ventile des Herzens und ihre Rolle bei Herzschwäche“ mit PD Dr. S. Zimmer, Uniklinik Bonn (Lehrgebäude Raum 6/7, 16:30Uhr – 18:00Uhr)
  • 05.10.2020 – Erfahrungsaustausch (Uniklinik Venusberg, „Casino“, 16:30Uhr)
  • 02. 11.2020 – Patientenseminar mit Prof. Dr. J. W. Schrickel, Uniklinik Bonn (Themen folgen)
  • 07.12.2020 – Erfahrungsaustausch (Uniklinik Venusberg, „Casino“, 16:30Uhr)

Kleiner Schnitt statt großer Operation

Herzzentrum Bonn legt weltweit größte Studie zur minimal-invasiven Behandlung von undichter Trikuspidalklappe vor

Unter der Leitung von Prof. Dr. Georg Nickenig, Kardiologe und Direktor der Medizinischen Klinik II am Universitätsklinikum Bonn, hat ein internationales Ärzteteam die weltweit größte wissenschaftliche Studie zur minimalinvasiven Behandlungen von Trikuspidalklappeninsuffizienz vorgelegt. Wegen der hohen wissenschaftlichen und medizinischen Bedeutung hat die renommierte Fachzeitschrift „Lancet“ die Ergebnisse der „Triluminate“-Studie in ihrer neuesten Ausgabe veröffentlicht.

Die Trikuspidalklappe funktioniert wie ein Rückschlagventil zwischen dem rechten Vorhof und dem rechten Ventrikel des Herzens und verhindert das Zurückfließen des Blutes in den rechten Vorhof. Bei rund drei Millionen Menschen in Europa ist diese Herzklappe undicht, sie leiden an einer sogenannten Trikuspidalinsuffizienz. Bei dieser Erkrankung schließt die Klappe zwischen den beiden Kammern der rechten Herzhälfte nicht richtig, wodurch ein Rückstrom des Blutes in den rechten Vorhof entsteht. Unbehandelt kann dies schließlich zu Herzversagen und zum Tod führen.

„Die Behandlung einer undichten Trikuspidalklappe stellt seit Langem eine große Herausforderung für Kardiologen dar, da es sich um eine extrem komplexe und schwer zu behandelnde Herzklappe handelt“, so Prof. Dr. Nickenig. „Außer einem operativen Eingriff am offenen Herzen haben wir bisher kaum therapeutische Optionen bei der Behandlung.“ Wegen der hohen Mortalitätsraten werden chirurgische Eingriffe bei dieser Patientengruppe jedoch nur selten durchgeführt. „Ein minimalinvasiver Kathetereingriff ist daher sehr attraktiv“, so der Leiter der Studie. Während Insuffizienzen an der Mitral- oder Aortenklappe schon seit Jahren erfolgreich durch minimalinvasive Interventionen behandelt werden können, gab es bei Studienbeginn noch keine zugelassene nichtchirurgische, minimalinvasive Behandlung für Menschen mit einer moderaten oder schweren Trikuspidalinsuffizienz.

Prof. Dr. Georg Nickenig (rechts) und Dr. Marcel Weber bei einer Katheter-Intervention im Hybrid-OP des Herzzentrums Bonn. Foto: Felix Heyder/Herzzentrum Bonn

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Mit dieser Ausgangslage untersuchte die von Prof. Dr. Nickenig geleitete „Triluminate“-Studie die Sicherheit und Wirksamkeit des „TriClip“- Verfahrens zur Trikuspidalklappenreparatur. Dabei wurden insgesamt 85 Patienten mit moderater oder schwerer Trikuspidalinsuffizienz an 21 Standorten in Europa und den USA untersucht und mit einem neuen minimalinvasiven System zur Reparatur der Trikuspidalklappe behandelt. 17 der 85 Eingriffe wurden am Herzzentrum Bonn durchgeführt.

Der Studienzeitraum lag zwischen August 2017 und April 2019. Die Patienten waren im Mittel 78 Jahre alt, bei vielen von ihnen war zuvor bereits ein Mitralklappeneingriff erfolgt. Für die Trikuspidalklappenreparatur kam das „TriClip“-Device (Hersteller: Abbott) zum Einsatz, das dem „MitraClip“ desselben Herstellers sehr ähnelt. Bei Studienbeginn wurden alle Patienten je nach Schwere der Insuffizienz in eine fünf Stufen umfassenden Skala eingeteilt. Das primäre Ziel der Studie war die Verbesserung der Trikuspidalinsuffizienz 30 Tage nach dem Eingriff um mindestens eine Stufe.

Die Ergebnisse der „Triluminate“-Studie sind nun im „Lancet“-Magazin veröffentlich: Kein Patient verstarb innerhalb der ersten 30 Tage nach dem minimalinvasiven Eingriff und die Trikuspidalinsuffizienz verbesserte sich bei 86 Prozent der Patienten um mindestens eine Stufe. Wurden zu Beginn der Studie 37 Prozent der Patienten der schwersten Insuffizienz-Stufe zugeordnet, lag dieser Anteil 30 Tage nach dem Eingriff nur noch bei 5 Prozent und sank sechs Monate später auf 1 Prozent.

„Die Ergebnisse unsere Studie sind mehr als vielversprechend und ich bin sehr erfreut über das nun nachgewiesene Potenzial der Transkatheter-basierten Reparatur der Trikuspidalklappe. Schwer kranken Patienten, die keine andere Option haben, können wir mit dieser neuen Therapie Hoffnung auf eine erfolgreiche Behandlung ihrer Krankheit machen“, fasst Studienleiter Prof. Dr. Georg Nickenig die Arbeit der vergangenen zwei Jahre zusammen.

„Die Veröffentlichung im renommierten `Lancet´-Journal spiegelt die hohe Bedeutung unserer Studienergebnisse wider. Wir sind stolz darauf, in diesem Spezialgebiet der Kardiologie als weltweit erfahrenstes Zentrum zu gelten und in Bonn Patienten aus ganz Deutschland zu behandeln“, so Prof. Dr. Nickenig.

Schematische Darstellung der kathetergestützten Intervention mit dem TriClip zur Reparatur der Trikuspidalklappeninsuffizienz. Quelle: Herzzentrum Bonn